Frühlingsblumen Winterlinge Eranthis

Eranthis hyemalis als Frühlingsblumen die Winterlinge

Die Frühjahrsblüher Eranthis Winterlinge
Die Blumen Eranthis hyemalis als Winterlinge sind die ersten Blumen im Frühjahr.
Im zeitigen Frühling, Februar März, erscheinen die Triebe der Eranthis hyemalis mit schönen gelben Blumen. Die Blumen der sind Blumenzwiebel-Gewächse botanisch aus Blumenknollen im Boden. Die Eranthis hyemalis Pflanzen gehören zur Hahnenfuß Familie der Hahnenfuß-Gewächse.
Die Winterliche Eranthis als Samen.

Die Blumen der Winterlinge

Der lateinische spezifische Gattungsname der Winterlinge lautet: Epitheton hyemalis, wobei hyemalis »winterblühend« entsprechend der frühen Blüte bezeichnet.

Die Winterlinge der Frühlingszeit sind blühende kurzlebige Pflanze mit einem kurzen Lebenszyklus. Die Winterlinge nutzen die die intensive Sonneneinstrahlung um ihre Blüten im Laubwald bereit zur Bestäubung durch die Bienen, Schwebfliegen sowie Tagfalter zu öffnen. Nach der Blüte der Winterlinge speichern die Winterlinge ihre Lebenssäfte in den unterirdischen Knollen.

Die Sorten der Winterlinge

Der Winterling Eranthis hyemalis gehören zu den frühesten Blumen im zeitigen Frühjahr. Von den Eranthis hyemalis ist die wunderschöne aber sterile Hybrid-Sorte ‚Guinea Gold‘ bekannt. Die Winterling-Sorten Eranthis x tubergenii ‚Guinea Gold‘ und Eranthis x tubergenii ‚Glory‘ mit bronzefarbenen Blättern.
Am meisten bekannt ist die Winterling-Sorte Eranthis hyemalis ‚Noel Ayres‘ mit halbgefüllten Blütenblättern. Auch bei diesen Winterling Blumen existieren verschiedene Züchtungen in Form von Hybriden. Man kann die Winterlinge auch mit „Eranthis spec.“ bezeichnen. Die Abkürzung „spec„ oder „sp“ bedeutet Species auf deutsch als Spezies und es handelt sich hier um Züchtungen aus verschiedenen Arten.

Die Lebensräume der Winterlinge

Die Lebensräume der ursprünglichen Heimat der Eranthis hyemalis befinden sich im südlichen Europa entsprechend in Frankreich , Italien und dem Balkan.
Die Lebensbereiche der Stauden mit den Wurzelknollen als Speicherorgan befinden sich in heimischen kalkhaltigen und humusreichen lichten Waldboden und ist eingebürgert in vielen Regionen von Europa.
Genau die Blumenknollen der Winterlinge dehnen sich als bewurzelte krautige Staude durch Selbstaussaat aus. Die Blumen der Winterlinge, Eranthis hyemalis, wachsen bis zu 15 cm hoch und bilden kleine Blütenteppiche mit bis zu 200 Blüten pro Quadratmeter aus. Die kleinen 2 bis 3 Zentimeter großen gelbe becherförmigen Schalenblüten besitzen einen grünen Wirtel, einer Art Halskrause. Im späten Winter oder im frühen Frühling zeigen sich die Blüten der Winterlinge und wachsen mit dem typischen grünen Blätter-Kragen zu Blütenteppiche heran. Der grüne Blätter-Kragen besteht aus 3 blattartigen waagerecht wachsende Hochblätter.

Der botanische Blüten-Aufbau der Winterlinge

Die Winterlinge heißen botanisch „Epitheton hyemalis. Der Name „hyemalis“ bedeutet „winterblühend“.
Der Aufbau der einzelnen gelben Winterling-Blüte besteht aus sechs gelben Kelchblättern als auch den gelben blütenblattförmigen röhrenförmigen Nektarien „Honigdrüsen“ oder auch als eine Saftdrüse bei Blütenpflanzen mit zuckerhaltigen Saft. Bienen fliegen diese Nektarien an um den zuckerhaltigen Saft zu bekommen und streifen dabei an die Staubblätter und verbinden die Pollen der Staubblätter mit den weiblichen Nektarien. Jetzt ist die Befruchtung der Blüten in Gang gesetzt.

*Botanisch gesehen sind Nektarien oder in der Einzahl „Nektarium“ Honigdrüsen oder auch als Nektardrüsen bezeichnet.

In der Blüte der Winterlinge befinden sich eine Fülle von Staubblättern „Mikrosphorophyll“. mit erzeugten Pollen, meistens zusammen mit sechs nicht verwachsenen Fruchtblättern „Karpell“ in der Blüte von dem Winterling.
» Die Fruchtblätter sind die schlauchförmigen Samen-bildenden weiblichen Organe und bestehen aus dem Fruchtknoten mit der Samenanlage sowie dem Embryosack als auch aufsteigend als Abschluss der der Griffel mit Narbe. Zusammen bezeichnet man auch die Fruchtblätter als Stempel „Pistill“. Botanisch handelt es sich bei den Fruchtblättern um die Einheit eines „Gynoeceums“ als das weibliche Geschlechtsteil, wobei die Staubblätter mit dem Pollenstaub das männliche Element bilden. «

Die Winterlinge besitzen mehrere Fruchtblätter zusammen mit vielen Staubblättern.
In den Früchten „Follikel“ der Winterlinge bilden sich Anfang Mai viele Samen. Die Samen der Winterlinge und daraus keimenden Sämlinge verbreiten sich selbstständig und „verwildern“ durch Selbstaussaat, sofern die optimalen Standort Bedingungen vorhanden sind.

Die Früchte der Winterlinge

Die Früchte botanisch „Follikel“ der Winterlinge enthalten mehrere Samen. An jeder Blüte der Winterlinge bilden sich vier bis acht Balgfrüchte. Die Balgfrüchte sind fünf bis siebenteilig aufgebaut. Nach der Reife der hellbraunen und kantigen Samen der Winterlinge öffnet sich die Bauchnaht dieser Balgfrüchte und der Regen wäscht die Samen aus diesen geöffneten Samen heraus.

Als kurzlebige Pflanze des Frühlings nutzt ihr Lebenszyklus das Laubwalddach, das bei maximaler Sonneneinstrahlung auf dem Waldboden blüht und nach der Blüte vollständig in seiner unterirdischen Knolle zurückfällt.

Vermehrung der Winterlinge

Vermehrung durch Winterling-Knollen

Der richtige Standort ist eine grundlegende Vorrausetzung. Ein Standort am Gehölzrand oder im halben Schatten ohne Bodenbearbeitung. Direkter sonniger Standort der schnell austrocknet ist ungünstig.

Die Winterlinge vermehren sich durch Tochterknollen. Wenn wir Knollen der Winterlinge kaufen dürfen die Knollen als eine Art Rhizome nicht austrocknen, am besten gleich in den vorbereiteten Boden an Ort und Stelle stecken. Knollen werden doppelt so tief in den Boden gesteckt, wie die Knollen hoch sind. Um das die Knollen nicht austrocknen oder auch vorquellen können die Knollen in lauwarmes Wasser kurzzeitig vorquellen, aber dann gleich in den Boden stecken „pflanzen“.

Vor dem pflanzen der Winterlinge den Boden säubern. Winterlinge vertragen keine Bodenbearbeitung. Vorher den günstigsten Standort für die Winterling-Kultur aussuchen. Keine direkte Südseite etwas lichten Schatten und leicht feuchter Boden. Winterling-Kultur nicht austrocknen lassen.

Die Aussaat sowie auch die Selbstaussaat der Winterling-Pflanzen

Ausgesäte Winterlinge blühen nach zwei bis vier Jahren.
Der Samen der Winterlinge muss ausgereift sein und hellbraun aussehen. Den Samen nur von reifen braunen aufgeplatzten Samenkapseln als kleinen Schoten entnehmen.
Die Winterling-Samen sind Frostkeimer, das bedeutet die Samen keimen erst im Frühjahr nach Frosteinwirkung. Die kleinen Sämlinge entwickeln kleine Blattrosetten, welche sich im zweiten Frühjahr vergrößern und dann im dritten Frühjahr entwickelt sich die ersten Blüten.

⇒Umpflanzen oder teilen am Besten kurz bevor die Pflanzen nach der Blüte einziehen (die Knollen dürfen nicht austrocknen)

Toxizität der Winterlinge

Alle Teile der Winterling-Pflanzen sind giftig! Winterlinge enthalten herzwirksame Glykoside „Herzglykoside“ auch im auch im Krötengift vorkommende Gifte der Gruppe der Bufadienolide, Eranthin A und B. Ähnlich wirkt auch die Pflanzen-Gattung Adonis vernalis. Die Giftwirkung wirkt sich auf alle Säugetiere aus, so auch auf Katzen, Hunde, Pferde und so weiter. Die Vergiftungserscheinungen sind laut Wikipedia Kolik-artige Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Koliken, unregelmäßiger, verlangsamter Puls, Herzschwäche, Sehstörungen, Atemnot, bei starker Dosis Herzstillstand mit Kollaps.

Weitere Pflanzen für frische Böden am Gehölzrand:

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Geranium Hybriden ‚Sandrine‘ Storchschnabel rotviolett – schwarzes Auge Blütemonat V-X 50 bei trockenen bis frische Böden, bei starker Trockenheit gießen.
Helleborus niger ‚Christmas Carol‘ Christrose weiß Blütemonat XII-III Pflanzenhöhe 30 bei trockenen bis frische Böden, bei starker Trockenheit gießen.

Anemone blanda ‚Blue Shades‚ Anemone blau, rosa weiß Blütemonat II-III 10 bei Trockenheit gießen, frischer Boden notwendig aber nicht nass Halbschatten am Gehölzrand oder unter Gehölze.
Cyclamen coum Alpenveilchen rosarot II-IV 10
Primula vulgaris Primel hellgelb III-IV 10
Viola odorata ‚Königin Charlotte‘ Veilchen violett III-IV / IX 15
Euphorbia dulcis ‚Chameleon‚ Wolfsmilch gelb IV 40
Allium ursinum Bärlauch weiss IV-V 15
Brunnera macrophylla ‚Betty Bowring‘ Kaukasusvergißmeinnicht weiß IV-V 30
Corydalis solida Lerchensporn rot-weiß III-IV 30

Winterharte Pflanzen – Stauden als standort-gerechte pflegeleichte Pflanzen