Lostage oder Schwendtage im Bauernkalender?

Was sind Lostage sowie Schwendtage?

Im Bauernkalender kommt oft das Wort Lostag vor. Die Lostage leiten sich aus den Worten von „Lurtage“, „Rotelstage“, „Ratstage“ oder auch „Ratsnächte“ ab. Lostage sind Tage des „Geschicks“. Das Geschick leitet sich aus Vorsehung und einschneidende negative Kräfte ab. Die Menschen müssen sich nach dieser höheren Gewalt orientieren und fügen.

Lostage Bauernregeln und Bauernwissen ⇔Das Bauernwissen mit den Bauernregeln bezüglich der Lostage.

Die Schwendtage als einschneidende Zeiten.

Schwend kommt vom Verschwinden dem Entfernen.
Die Schwendtage sind verworfene Zeiten als ungünstige Tage, an denen man Arbeiten nicht durchführen soll. Man richtete sich an den Tagen auf „Altes“ zu beseitigen. Es geht ums Ausmisten, aussortieren, entfernen oder putzen. Das sind mögliche Kalendertage für das Aufräumen, Aussortieren, Putzen oder auch Unkraut zu entfernen. Schon in der Antike waren Unglückstage „Schwarze Tage“ als gefährliche Tage. Diese kritischen Zeiträume waren geprägt von den Entwicklungen von Krankheiten. Viele Berufsgruppen wie auch mittelalterliche Ärzte orientierten sich an diese Schwendtage.

Die Schwendtage – Chaostage

Die alten Römer benannten diese Tage als „atri“ die „Toten Tage“. Mit der Zeit sind immer mehr Tage hinzugekommen. Menschen berichten, dass an diesen Tagen sehr viele unglückliche Zufälle entstanden sind. Aberglaube, Einbildung ich weiß es nicht. Vordere diese Tage selbst heraus.

Das Wetter im Jahreslauf, Los- und Schwendtage

Die chaotischen Tage an denen man nicht Neues beginnen soll, sind

  1. Januar: 1., 2., 3., 4., 6., 17., 18.
  2. Februar: 1., 3., 6., 8., 12., 13., 15., 16.
  3. März: 3., 6., 8., 10., 13., 14., 15., 16., 17., 18., 29.
  4. April: 8., 10., 17., 19., 30.
  5. Mai: 3., 8., 10., 17., 22., 25., 30.
  6. Juni: 1. 7., 17., 30.
  7. Juli: 1., 5., 6., 19., 22., 28.
  8. August: 1., 3., 17., 18., 20., 21., 22., 29.
  9. September: 15., 18., 21., 22., 23., 24., 25., 26., 27., 28., 30.
  10. Oktober: 3., 6., 11., 15., 17.
  11. November: 11., 12., 17.
  12. Dezember: 1., 7., 11.

Absolut unglückliche Tage sind: 13. März, 1. April als die Geburt von Judas.
Am 1. August soll entsprechend der katholischen Kirche der heilige Luzifer aus dem Paradies in die Hölle verbannt worden sein.

Der 18. August, 1., 3. und 30. September sowie 1. Dezember als ein schwarzer Tag als die Zeit von Sodom und Gomorrha. Die zwei Städte Sodom und Gomorrha nahe dem Toten Meer wurden laut dem Alten Testament im 1. Buch Mose wegen gottlosen Verhalten der Menschen vernichtet, es sollte Pech und Schwefel geregnet haben. Forschungen ergaben, dass vor 3700 Jahren eine Explosion am Himmel durch einen Meteoriten komplett zerstört haben. Es geschah in der Region vom Jordantal. Dieser Meteorit soll noch in der Atmosphäre durch Explosion ein Gebiet aus der Erde von 500 Kilometer Umfang vernichtet haben. Die Natur und die Menschen haben 500 bis 700 Jahre benötigt, um wieder Leben anzusiedeln. Viele Geschichten des Volksglaubens fundamentieren auf alte Begebenheiten.

Zum Bauernkalender

Wir kennen das Abendrot als ein Schönwetterbot, das sind Wetterzeichen, welche man richtig deuten kann.
Viele Wettervorhersagen kann man über Wolken und Wind aber auch durch den Bauernregeln feststellen. Der Mond, die Tiere wie auch Pflanzen kann man als Wetterpropheten zu rate ziehen.

Zum Buch vom Bauernkalender mit allseitige Informationen. Die Bauernregeln als Wetterzeichen zu Wetterpropheten mit einer guten Wettervorhersage.

Der Bauernkalender wurde über Generationen von Beobachtungen der Menschen im Bezug auf Tätigkeiten in der Natur oder in der Landwirtschaft erstellt. Von den Beobachtungen aus dem Erfahrungsschatz von vielen Menschengeschlechtern entwickelten sich die Bauernkalender als erste metrologische Forschungen. Wir verfügen jetzt andere Mittel und dadurch ein komplett andersartiges Verständnis zur Meteorologie der Wetterkunde. Die Möglichkeiten, welche wir heute besitzen, um die Wettervorhersage zu bestimmen, gab es früher nicht. Zur Planung von Tätigkeiten der Aussaaten und Pflanzungen benötigten die Bauern und Gärtner langfristige Weiterentwicklungen, denn diese Arbeiten waren für die Existenz sehr wichtig. Wir reden jetzt vom Volksglauben, aber es steckt viel mehr dahinter.

Da die Überlieferungen bis ins Mittelalter zurückgehen, orientiert sich der Bauernkalender an den Heiligenkalender des Kirchenjahres. Fast jeder Tag wurde einem Heiligen zugeordnet.

Die Zuordnung zur Beziehung der Heiligen besaßen mitunter esoterische wie auch schicksalhafte Gründe.
Die Menschen auf dem Land waren sehr stark mit der katholischen Kirche verwurzelt. Der Heiligenkalender gründete teilweise an die früheren Glaubensrichtungen, nur mit anderen Heiligennamen.

Weiter lesen ⇔Die Bauernregeln wie auch Wetterregeln des Jahres

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