Unser Verstand in unserer Persönlichkeit

 

**Das Märchen vom klugen Ich und dem mutigen Du**

**Einleitung: Mein »Ich« weiß alles:**

Es war einmal ein kluges Ich, das in einem Land namens Verstand lebte. Dieses Ich glaubte, es sei das Höchste und Wichtigste in der ganzen Persönlichkeit. Es sah sich selbst als den großen Häuptling, der über alles herrschte. Doch das Ich fürchtete sich vor einem großen Unbekannten – dem Tod. Denn der Tod bedeutete das Ende seiner Existenz, das Aus seiner Herrschaft.

**Der Schatz der Erfahrungen meines »Ichs«:**

Das »Ich« liebte es, Schätze zu sammeln. Es waren keine Goldmünzen oder Juwelen, sondern Erfahrungen und Erinnerungen. Mit jedem neuen Schatz wuchs sein persönlicher Status. Doch das Ich wusste nicht, dass es mit seinem Sammeln die Welt um sich herum belastete. Jeder neue Schatz hinterließ einen Fußabdruck in der Welt, und nicht immer war es ein guter.

**Die Last des Besitzes vom »Ich«:**

In der Welt des »Ichs« war Besitz eine Belohnung, ein Statussymbol, das zeigte, wie fleißig man war. Aber das Ich erkannte nicht, dass wahrer Reichtum nicht in Dingen, sondern in Liebe und Glück lag. Ein weiser Philosoph namens Krishnamurti hatte dies einst gesagt, doch das Ich hatte es vergessen. (Jiddu Krishnamurti, der renommierte indische Philosoph, hat in seinen einflussreichen Werken tiefgründige spirituelle Fragen erörtert. Er beleuchtete Wege zur Erlangung vollkommener geistiger Freiheit, insbesondere durch die Praxis der Meditation. Seine Lehren und Einsichten bieten auch heute noch wertvolle Anregungen für jeden, der auf der Suche nach innerem Frieden und Selbstverständnis ist.)

 

**Das furchtlose »Du«:**

Dann traf das Ich auf ein mutiges Du. Dass Du einfach lebte, ohne den Ballast von zu vielen Dingen. Es benötigte keinen Luxus, um glücklich zu sein. Dass Du lebst in einer kleinen Hütte, umgeben von Freunden und Natur. Es lehrte das Ich, dass wahres Glück in Erlebnissen und Liebe liegt, nicht in Besitz.

**Die Reise zum wahren Glück mit dem »DU«:**

Gemeinsam begaben sich das Ich und das Du auf eine Reise. Sie erlebten Abenteuer, lachten und liebten. Und mit jedem neuen Erlebnis lernte das Ich, dass das Glück, das von innen kommt, das beständigste ist. Das Ich fühlte sich zum ersten Mal wirklich zufrieden.

**Das Ende ist zugleich ein Anfang:**

Am Ende ihrer Reise stand das Ich am Rand eines großen, dunklen Waldes – dem Wald des Todes. Doch das »DU« nahm seine Hand und sagte: „Fürchte Dich nicht. Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.“ Und so traten das Ich und das »DU« mutig in den Wald ein, bereit für das nächste große Abenteuer.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen sie noch heute nach dem wahren Glück, das in jedem von uns liegt. **Ende**

 

Was lernen wir aus dem mutigen »DU«?

Das mutige »Du« im Märchen symbolisiert eine Lebensweise, die uns viele wertvolle Lektionen lehren kann:

1. **Einfachheit**: Das »Du« zeigt, dass Glück nicht von der Menge des Besitzes abhängt, sondern von der Qualität der Erfahrungen und Beziehungen.
2. **Zufriedenheit**: Anstatt ständig nach mehr zu streben, findet das »Du« Zufriedenheit in dem, was es bereits hat und was es erlebt.
3. **Nachhaltigkeit**: Durch den bewussten Umgang mit Ressourcen und den Verzicht auf unnötigen Konsum trägt das »Du« zum Schutz der Umwelt bei.
4. **Mut**: Das »Du« fürchtet sich nicht vor dem Unbekannten oder dem Ende, sondern sieht den Tod als einen Teil des Lebens und als Beginn eines neuen Abenteuers.
5. **Selbstbestimmung**: Das »Du« lässt sich nicht von äußeren Statussymbolen leiten, sondern folgt seinen eigenen Werten und Überzeugungen.

Wenn das »ICH« als unser Verstand mit der Neigung zu Macht und Statussymbole ist, ist das »DU« der Gegensatz mit unserer Seele als Bewusstsein oder Herzensgefühl?

Ja, genau. In dem Märchen repräsentiert das »ICH« den Verstand, der sich oft auf Macht und Statussymbole konzentriert. Es ist das rationale, logische und manchmal materialistische Element unserer Persönlichkeit, das sich auf das Sichtbare und Greifbare stützt.

Das »DU« hingegen steht für die Seele oder das Bewusstsein, das tiefer liegt. Es ist das emotionale, intuitive und spirituelle Gegenstück, das sich mehr auf innere Werte und Herzensgefühle konzentriert. Das »DU« symbolisiert eine Verbindung zu etwas Größerem als uns selbst und repräsentiert die Teile von uns, die nach echter Erfüllung und Bedeutung im Leben suchen, jenseits von materiellem Besitz und äußerem Ansehen.

Das Märchen zeigt auf, dass ein ausgewogenes Leben beide Aspekte – das »ICH« und das »DU«– integrieren sollte, um ein vollständiges und harmonisches Dasein zu führen. Es erinnert uns daran, dass wahres Glück und Zufriedenheit oft in den einfachen Dingen des Lebens und in der Liebe und Verbindung zu anderen gefunden werden kann.

Diese Prinzipien können uns inspirieren, unser eigenes Leben bewusster und erfüllter zu gestalten.

Die Gemeinsamkeit in der Gemeinschaft der Gesellschaft

„Hebe die Gemeinsamkeiten hervor und bringe Herz sowie Verstand in Einklang! Schon das bewusste Leben ist ein kleiner Schritt, der eine große Wirkung auf die Umwelt hat. Jeder Tag führt dich einen Schritt weiter zur Sinnhaftigkeit deines Lebens!“

Leider verlieren wir die Gemeinsamkeit, indem wir dem Motto folgen: „Immer mehr und immer das Neueste besitzen zu müssen.“

Prof. Peter Wippermann, Trendforscher und Mitbegründer des Hamburger Trendbüros, drückte es sinngemäß aus:

»Früher war der Status definiert durch das, was ich benötigte, um mich darzustellen. Es war wichtig, in der Gesellschaft etwas zu repräsentieren. Man wollte sich öffentlich präsentieren!“

Heute bezieht sich der Status auf Individualität. Man strebt danach, sich als außergewöhnlich aus der Masse abzuheben. Es geht um Besitz oder Inszenierung. Nicht mehr der Maßanzug zählt, sondern das Außergewöhnliche.

In der Gesellschaft herrscht Ausbeutung und erbarmungslose, gefühllose Absatzsteigerung durch kritische Werbung.

Im Arbeitsleben mangelt es an Selbstbestimmung. Viele Arbeitnehmer müssen für geringe Entlohnung immer mehr leisten.

Über soziale Maßnahmen wird viel gesprochen, doch in der realen Arbeitswelt geraten immer mehr soziale Errungenschaften in Vergessenheit. Die Ungleichheiten in der Gesellschaft wachsen.

Die Gleichgültigkeit der Menschen steigt; jeder möchte seinen eigenen Lebensstandard bewahren. Niemand möchte von seinem Luxus zurücktreten. Niemand möchte in der Gesellschaft etwas verändern.

Wir akzeptieren jede Form der Fremdbestimmung und leisten immer mehr. Unsere Gedanken kreisen nur noch um Geld und den Konsum, um immer mehr zu besitzen.

Wer bin ich und wer bin ich nicht!

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